Was ist Business Process Outsourcing? (BPO)

"Eine gute Entscheidung basiert auf Wissen und nicht (nur) auf Zahlen"

Plato

Business Process Outsourcing (BPO) bezeichnet das Auslagern von administrativen Geschäftsprozessen an externe Dienstleister, mit dem Ziel, arbeitsintensive, nicht geschäftskritische Abläufe effizienter und kostengünstiger durchführen zu lassen. Denn für den jeweiligen BPO-Dienstleister gehören eben diese Prozesse zum Kerngeschäft.
Im Idealfall reduziert also Outsourcing sowohl Kosten wie auch Aufwände eines Unternehmens. Aus Sicht der Wirtschaftswissenschaften ist das Outsourcing von Prozessen effizient, wenn die Kosten für die Koordination von Transaktionen über den Markt niedriger sind, als wenn diese intern durch die eigenen Mitarbeiter erfolgt. BPO hat
daher auch bei vielen Unternehmen einen bitteren Beigeschmack.

Allgemein dient BPO dazu, Mitarbeiter von Aufgaben zu befreien, die zwar für das Funktionieren des Unternehmens an sich von großer Bedeutung sind, jedoch nicht dessen Kernkompetenz widerspiegeln. Ein Beispiel, dass die meisten von uns kennen, ist die Lohnabrechnung, die in vielen Fällen von externen Dritten ausgeführt wird. Auch der
(telefonische) Kundensupport wird bei großen Unternehmen gerne an externe Dienstleister ausgelagert. Zu den häufigsten ausgelagerten Prozessen gehören: Finanz- und Rechnungswesen / Buchhaltung, Personalabrechnung, betriebliche Altersversorgung (bAV), Recruiting und IT-Leistungen.

Im Outsourcing werden also externe, auf bestimmte Aufgaben spezialisierte Dienstleister in die Ablauforganisation des beauftragenden Unternehmens eingebunden. Dadurch werden die externen Dienstleisterin die Lage versetzt, einzelne Geschäftsprozesse oder Tätigkeiten
ganzer Abteilungen wie etwa Buchhaltung oder die IT zu übernehmen. 

Auslagern ist heute nahezu grenzenlos möglich: Dank digitaler Technologien vergrößert sich die Bandbreite der Leistungen und Einsatzmöglichkeiten von Outsourcing permanent. Ausgelagert werden dabei fast immer nur sekundäre Funktionen. Aufgaben, die
nötig sind, um das Kerngeschäft am Laufen zu halten sollten stets im
eigentlichen Unternehmen verbleiben. Im Zeitalter der Digitalisierung gewinnt Outsourcing an Bedeutung, da die Technologie die Einbindung externer Dienstleister erleichtert
und transparent macht.